Förderverein Stiftskirchenorgel Tübingen e.V.

Der Förderverein wurde 1995 im Zusammenhang mit der damals anstehenden Orgelrenovierung gegründet und kümmert sich nach deren erfolgreichem Abschluß (2002) vor allem um
•    die Planung und praktische Durchführung des Tübinger Orgelsommers
•    die Erhaltung und Pflege der Stiftskirchenorgel, des von Richard Gölz angeschafften Orgelpositivs, der neuen Truhenorgel und des Harmoniums
•    die Herausgabe von (bisher 7) CDs mit Orgelmusik aus der Stiftskirche
•    die Förderung und Pflege der Orgelmusik in Tübingen

Der Verein hat derzeit (2017) 37 Mitglieder, der Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern:
Walter Blum (1. Vorsitzender), Prof. Jens Wollenschläger (2. Vorsitzender),
Dr. Karl Th. Kleinknecht (Schatzmeister), Horst Allgaier und Pfarrerin Susanne Wolf.

Neue Mitglieder (Jahresbeitrag ab 16 € selbstbestimmt), die das Anliegen des Vereins finanziell unterstützen oder ihn durch Mithilfe und Ideen mittragen und mitgestalten möchten, sind jederzeit herzlich willkommen.

Beitrittserklärung.pdf

Weitere Informationen über den Verein erhalten Sie gern über das Stiftskirchenpfarramt (pfarramt@stiftskirche-tuebingen.de, Tel. 79525420). Dort können auch alle CDs und die Festschrift von 2002 bestellt werden.

Spendenkonto

Förderverein Stiftskirchenorgel e.V.
IBAN DE05 6415 0020 0001 6534 18
KSK Tübingen (BIC: SOLADES1TUB)

Aktuelles

Der 21. Tübinger Orgelsommer(hier das Programm zum Nachlesen) ist am Samstag, 2.September, mit dem grandiosen Konzert von Ben van Oosten aus Den Haag zuende gegangen. Das gemeinsam mit der Stiftskirchengemeinde veranstaltete Festival war ein schöner Erfolg für den Künstlerischen Leiter Prof. Jens Wollenschläger, aber auch für den Förderverein, der sich seit Jahren um die technische und finanzielle „Abwicklung“ kümmert.

Über 1000 Zuhörer*innen besuchten die sechs großen Samstagskonzerte, gut 500 die fünf Orgel.6-Mittwochskonzerte und weit über 2000 die 25 allwerktäglichen Mittagsmusiken. Die erfreuliche Resonanz bei der Zuhörerschaft und in allen Pressebesprechungen ist ein schöner Ausgleich für die Mühen der Musizierenden und des Ehrenamtlichen-Teams. Ihnen allen wie auch den Pressemitarbeiter*innen sagt der Verein herzlichen Dank!

Erfreulich für den Verein ist auch, daß die Kosten des Orgelsommers in diesem Jahr durch die Eintritte und Spenden voll gedeckt sind, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Auch dafür sei allen Beteiligten, nicht zuletzt den ehrenamtlich musizierenden Organisten der Mittagsmusiken, herzlich gedankt.

Die künstlerischen Planungen für den 22. Orgelsommer 2018 sind schon im Gang, Sie können sich schon jetzt auf ein interessantes Programm mit besonderen Höhepunkten freuen.

4.9.17     KK

 

Kontakt

Förderverein Stiftskirchenorgel
Neckarhalde 27
72070 Tübingen
Tel. 07071/79525420
Fax 07071/79525452
E-Mail: pfarramt@stiftskirche-tuebingen.de

Rückblick

Hier finden Sie einige frühere Mitteilungen des Vereins über die Stiftskirchenorgel, unser Engagement und abgeschlossene Projekte.

2016: Modernisierung der Setzeranlage

Angesichts der starken Benutzung der Orgel durch die drei Stiftskirchenorganisten, fortgeschrittene Studierende der Kirchenmusikhochschule und Gäste (nicht nur im Orgelsommer…) ist eine Setzeranlage ein großer Gewinn: Die erarbeiteten Registrierungen können hier in einem persönlichen Ordner digital gespeichert werden, um sie beim weiteren Üben und bei der Aufführung wieder zur Verfügung zu haben. Da die Speicherkapazitäten der bei der Renovierung eingebauten Anlage nicht mehr ausreichten, hat der Förderverein sie erweitern und modernisieren lassen. Nun können die Dateien sogar auf einen USB-Stick gespeichert und mitgenommen werden.

2015: Die Stiftskirchenorgel ist 50 Jahre alt

Auf Initiative des Fördervereins dreht Dr. Michael Drews einen Film über die Stiftskirchenorgel, der auch sonst nicht mögliche Einblicke in das Innere der Orgel gewährt und viele ihrer Funktionen anschaulich erläutert.

2014: Neue Kamera-Perspektiven für den Stiftskirchenorganisten

Damit der Organist das Geschehen im Altarraum beim liturgischen Orgelspiel im Auge behalten kann, gehört zum Spieltisch der Stiftskirchenorgel von jeher ein großer Rückspiegel. Bei der Renovierung 2001/02 wurde er durch eine Kamera und einen Monitor ergänzt, über die wahlweise der Altar in Großaufnahme oder der gesamte Altarraum beobachtet werden kann. Da in jüngster Zeit in Stiftskirchenkonzerten immer häufiger Chor- und Orchesterwerke mit Orgelbegleitung zur Aufführung kamen, bei denen die Musizierenden im Altarraum agierten, entstand der Wunsch nach einer Kamera auf dem Lettner, über die der mitwirkende Organist den Dirigenten direkt und von vorn vor Augen hat. Die zunächst versuchte drahtlose Übertragung der Bilder vom Lettner zur Orgel war unbefriedigend, da die digitalen Bilder mit Verzögerung auf dem Monitor erschienen. So mußte eine Kabelverbindung vom Lettner via Dachstuhl zur Orgel gebaut werden, was die Maßnahme erheblich verteuerte. Der Förderverein hat die Gesamtkosten von knapp 10 000 € übernommen.

2012/13: Das schwebende Harmonium

  Im März schwebte es zwar nicht vom Himmel, aber doch aus dem offenen Stiftskirchendach auf den Holzmarkt hinunter, am Kranhaken der Firma Peetz. Inzwischen sind sich die Fachleute einig: Unser Harmonium, das jahrzehntelang dort oben herumstand, ist ein besonders interessantes Stück aus der Werkstätte Hinkel in Ulm und mit vertretbarem Aufwand wieder spielbar zu machen.

Der Förderverein Stiftskirchenorgel hat nun beschlossen, die Sanierung durchführen zu lassen. Danach wird es dann nicht wieder gen Himmel schweben, sondern unten in der Stiftskirche mitmusizieren. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten... (6.07.2012)   

Aus dem Gemeindebrief der Stiftskirche 1/2013 vom 26.1.13:
Nun ist es wieder heimgekehrt…
Es war aufregend und mancher erinnert sich noch: Im letzten März schwebte ein ausgewachsenes Harmonium vom Dach der Stiftskirche auf den Holzmarkt herab. Jahrzehnte hatte es unbeachtet dort oben gestanden, wann und wie es dorthin gelangt war, darüber gab‘s nur Gerüchte.
Eine Untersuchung ergab: Es ist ein Hinkel-Kunstharmonium mit vollem Pedal (man kann ein ganzes mit den Füßen spielbares Register ausklappen und hat dann gleichsam eine kleine Orgel) und so gut erhalten, daß eine Renovierung des seltenen und wertvollen Stücks mit vertretbaren Mitteln möglich ist.
Mit der hat der Förderverein Stiftskirchenorgel den Harmoniumspezialisten Ulrich Averesch und die Orgelbauwerkstatt Andreas Weber in Bollschweil beauftragt. Nach mehrmonatiger Arbeit (während der der Vereinsvorstand den Patienten auch besucht hat und fasziniert war vom ausgeklügelten und wunderschönen Innenleben des Instruments und der Sorgfalt der Restaurierung) kam es vor kurzem nach Tübingen zurück, fahrbar gemacht und mit neuem Gebläsemotor versehen, so daß es nun in der Kirche gespielt werden kann. Erklingen darf es erstmals in der Motette am 25. Januar im Jan-Hus-Oratorium von Carl Loewe. Ulrich Averesch selbst wird es spielen (und im Anschluß für Interessierte erklären). Im Juli und während des Orgelsommers wird es dann noch weitere Möglichkeiten geben, den Neuzugang kennenzulernen.
Die Stiftskirchengemeinde dankt dem Förderverein, vor allem Hans-Peter Braun und Sigfried Mezger herzlich für ihr Engagement!
Für die ungeklärte Frage nach der Herkunft des Instruments erbitten wir Ihre Mithilfe: Möglicherweise ist es durch eine Erbschaft an die Stiftskirche gelangt, etwa Anfang der 70er-Jahre (unter Kantor Gerhard Steiff), und stammt von einer Dame, die zuletzt im Bürgerheim lebte. Wer sich erinnert oder jemand kennt, der sich erinnern könnte: Bitte lassen Sie es uns wissen!  

2010/11: Die neue Rohlf-Truhenorgel

Ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung: Der Förderverein Stiftskirchenorgel kann aufgrund einer Erbschaft eine Truhenorgel für die Stiftskirche beschaffen. Im Mai werden drei Instrumente verschiedener Orgelbauer in der Stiftskirche ausprobiert. Den Auftrag erhält die Orgelwerkstatt Rohlf in Neubulach. Im Januar wird das neugebaute Instrument geliefert und erklingt erstmals in der Motette am 15. Januar 2011.

2003: Nach Abschluß der Orgelrenovierung

Nach der umfassenden Renovierung im Jahre 2001 (mit Einbau von 11 neuen Registern) und der großen Orgelfestwoche zur Wiederindienstnahme im Januar 2002 hat sich die Tübinger Stiftskirchenorgel in vielen hundert Gottesdiensten, Motetten und Konzerten bestens bewährt nicht nur als die größte und vielseitigste Orgel in Tübingen, sondern auch eine der größten und besten der Region.
Eine Festschrift zur Einweihung erhielt seinerzeit viel Lob: Sie enthält neben Informationen zum Renovierungsprojekt und dem Programm der Festveranstaltungen auch mancherlei über die Geschichte und Gegenwart der Musik in der Stiftskirche, dazu seltene Bilddokumente. Sie kann nach wie vor über pfarramt@stiftskirche-tuebingen.de angefordert und gegen eine kleine Spende bezogen werden.
Auch die Finanzierung ist seit 2003 am Ziel: Von den Gesamtkosten von 335.000 € hatte der Förderverein über 230.000 € aufzubringen. 1995 ging die erste Spende auf dem Konto ein. 2000 begann die Pfeifen-Patenschaftsaktion, nach deren Abschluß „nur“ noch etwa 15.000 € fehlten. Als unser Mesner am 05.02.2003 wieder einmal den Inhalt des Sonder-Opferstocks aus der Stiftskirche zur Bank brachte, war es geschafft: Der Gesamtbetrag war beisammen!
Im Rahmen der Paten-Aktion ab Juli 2000 wurden für alle 564 neu in die Orgel eingebauten Pfeifen Patenschaften übernommen - für 196.240 DM = 100.336 €!
Für jede der 476 Patenschaften (manche betreffen mehrere Pfeifen) wurde eigens eine Urkunde ausgefertigt, alle Namen sind in einer zum Schluss ca. sieben Meter langen Liste verzeichnet, die luftdicht in der renovierten Orgel für die Nachwelt aufbewahrt wird.
Auch den über 500 anderen Menschen aus aller Welt, die seit 1995 für die Orgelrenovierung gespendet haben, sagen wir herzlichen Dank – ebenso wie all denen, die durch Benefizkonzerte und andere Veranstaltungen sowie durch die Mithilfe bei den Stiftskirchen-Gemeindefesten der Jahre 1995-2001 die Verwirklichung des Projekts mit ermöglicht haben.

2002: Der Förderverein besteht weiter und lädt zum Mitmachen ein!

Am 8. Mai 2002 hat der Förderverein beschlossen, auch nach Abschluß der großen Renovierung weiterzubestehen und seine Zweckbestimmung zu erweitern: Vor allem will er die Gemeinde bei der Unterhaltung und Pflege der Orgel unterstützen und die Orgelmusik an der Stiftskirche und in Tübingen fördern.
Der Tübinger Orgelsommer, besondere Konzerte, CD-Einspielungen und Öffentlichkeitsarbeit für Orgel und Orgelmusik stehen als Aufgabenfelder nun im Vordergrund. Wer Lust hat, dabei mitzuhelfen, mitzuplanen und mitzuwirken, ist herzlich willkommen!

2002: Zur Orgel und zur Renovierung

Die Stiftskirche mit ihrer Musik ist ein Stück Tübingen, das sich aus dem kulturellen Alltag der Stadt nicht mehr wegdenken lässt. In allen Gottesdiensten hat die Musik einen hohen Stellenwert. Die samstägliche Motette gehört zu den vielfältigsten und abwechslungsreichsten Musikveranstaltungen in der Uni-Stadt. Der Tübinger Orgelsommer und eine Fülle von Konzerten machen die Stiftskirche zu einer der ersten musikalischen Adressen. Für all das ist die große Orgel unverzichtbar.
1965 gebaut, bedurfte die Orgel mit ihren über 4000 Pfeifen in 62 (jetzt 63) Registern dringend einer gründlichen Runderneuerung: Die gesamte Technik musste durchgesehen, ausgereinigt und, was Präzision und Leichtigkeit betrifft, modernisiert werden. In der Register-Disposition wurden durch Auswechslung von 10 Registern und weitere Umstellungen die klanglichen Möglichkeiten erheblich erweitert, ohne dass das Typische der Orgel, d.h. ihr obertöniger und eigenwilliger Charakter verloren ging. Schliesslich musste das Oberwerk eine geräumigere Aufstellung und eine verbesserte Schwellwirkung bekommen. Am Bild der Orgel hat sich bei alledem nichts geändert.
1995 konstituierte sich ein Förderverein, der es sich zur Aufgabe setzte, die Gemeinde bei der Renovierung zu beraten und das nötige Geld zu sammeln.
Im Frühjahr 2000 hatte der Verein die Hälfte der benötigten Mittel zusammen, so daß der Auftrag an die Werkstätte für Orgelbau Richard Rensch in Lauffen / Neckar vergeben werden konnte.
Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 335 000 €. Davon haben die Ev. Gesamtkirchengemeinde Tübingen und die Landeskirche (für die Mitbenützung der Orgel durch die Kirchenmusikhochschule) zusammen gut 102.000 € (je 100.000 DM) übernommen. Der Rest wurde durch die Gemeinde und den Förderverein über CD- und Veranstaltungserlöse und vor allem Spenden (mit und ohne Pfeifen-Patenschaft) aufgebracht.