Die Weigle-Orgel

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Die Stiftskirchenorgel ist mit ihren fast 5000 Pfeifen das größte Musikinstrument Tübingens. Wegen der besonders gelungenen Abstimmung auf den Raum der Kirche vermag sie Gottesdienste und Konzerte zu einem besonderen Klangerlebnis zu machen.

In den nachfolgenden Klangbeispielen können Sie die Große Orgel sehen und hören:

1. Louis Vierne: Toccata b-moll

2. Dieterich Buxtehude: Magnificat primi toni BuxWV 203,

3. Johann Sebastian Bach: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend BWV 655 aus den "Leipziger Chorälen".

Viel Freude beim Reinhören und -schauen!

Renovierung der Orgel 2001/2002

In enger Zusammenarbeit mit dem Orgelsachverständigen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, KMD Prof. Volker Lutz, hat die Werkstatt für Orgelbau Rensch aus Lauffen am Neckar ein Renovierungskonzept für die Tübinger Stiftskirchenorgel verwirklicht. Nach einem Dreivierteljahr umfangreicher Bauarbeiten wurde das erneuerte Instrument im Januar 2002 in einer Festwoche vorgestellt. Die 1965 von der Firma Weigle/Echterdingen erstellte und viel gespielte Orgel bedurfte dringend einer Überholung. Hauptanliegen der klanglichen Korrektur sollte eine Stärkung bzw. Neuintonation der 8'- Lage sein, um mehr Grundtönigkeit zu gewinnen. Außerdem  wurden zwölf von 62 klingenden Registern durch Neubauten vor allem aus der Pfeifenfamilie der Streicher, z. B. Gambe 8´, Violon 8´, Salizional 8´, und aus der Familie der Zungenstimmen, z. B. Dulzian, Fagott, Basson etc. ersetzt (s. Disposition).  Die Verbesserung der Spielbarkeit, die Erhöhung der dynamischen Schwellwirkung durch Neubau des Schwellkastens und eine computergesteuerte Setzeranlage zum Speichern eingegebener Registrierungen brachten die Orgel auf den aktuellen technischen Stand.       

50 Jahre Stiftskirchenorgel Tübingen

Orgeljubiläum Stiftskirche Tübingen from M.Drews on Vimeo.

Die Disposition der Tübinger Stiftskirchenorgel

(Weigle 1965/Rensch 2001)

I  Hauptwerk

Prästant 16´
Quintadena 16´
Prinzipal 8´
Rohrgedeckt  8´
Spillpfeife 8´
Gambe  8´   
Oktave 4´
Koppelflöte 4´
Quinte 2 2/3´
Oktave 2´
Flachflöte 2´
Mixtur 5fach 2´
Klingend Scharf 5fach 1 1/3´
Cornett 3-5fach 8´
Fagott 16´
Trompete 8´
Clarine 4´

II/I    III/I     Sub III/I

II  Brustwerk

Gedeckt 8´
Quintviola 8´
Kleinprästant 4´
Rohrflöte 4´
Gemshorn 4´
Kleinoktave 2´
Nachthorn 2´
Gemsnasat 1 1/3´
Sifflet 1´
Sesquialter 2fach 2 2/3´
Scharfzimbel 4fach 1´
Dulzian 8´
Schalmey  4´

ÍII/II   Sub III/II   Tremulant
   

III Schwellwerk

Bourdon 16´
Geigend Prinzipal 8
Hölzern Flöte 8´
Salizional  8´
Vox coelestis  8´
Singend Oktav 4´
Hohlflöte 4´
Nasatquinte 2 2/3´
Feldflöte 2´
Blockterz 1 3/5´
Septimflöte 1 1/7´
Blockflöte 1´
Nonenflöte 8/9´
Grobmixtur 6fach 2´
Basson 16´
Trompette harmonique 8´
Hautbois 8´
Clairon 4

Tremulant

Pedal

Untersatz  32´
Prinzipal 16´
Subbass 16´
Gedacktpommer 16´
Oktavbass 8´
Spitzflöte 8´
Violon  8´
Dolkan  4´
Dolkan 2´
Theorbe 3fach 5 1/3´
Choralbass 3fach 2 2/3´
Posaune 16´
Dunkeltrompete 8´
Fagott 8´ (=Basson 8´)
Clairon 4´

III/P   II/P   I/P  Super III/P (elektrisch)
III/P   II/P   I/P (mechanisch)

Mechanische Spieltraktur

Elektrische Registertraktur

Elektronische Setzeranlage
Walze