Ökologische Leitlinien
Ökologische Leitlinien der Stiftskirchengemeinde Tübingen
Der Kirchengemeinderat beschliesst am 14.06.2002 im Namen der Stiftskirchengemeinde:
- Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken. Dies verpflichtet uns zum Einsatz für den Erhalt seiner Schöpfung. Wir betrachten den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe. Im Rahmen unserer kirchlichen Arbeit verpflichten wir uns, zu einer stetigen Verbesserung des Umweltschutzes beizutragen.
- Wir treffen Entscheidungen in Solidarität mit anderen Regionen der Welt. Wir gehen in unserer Kirchengemeinde mit den Rohstoffen dieser Erde so um, daß unsere Lebensqualität nicht auf Kosten von Menschen in anderen Regionen der Einen Welt geht. Wir lernen von Erfahrungen in der Ökumene lernen und nehmen umweltfreundliche Techniken auf.
- Wir achten darauf, wie sich unsere Entscheidungen auf künftige Generationen auswirken. Wir berücksichtigen die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme. Wir tragen der Tatsache Rechnung, daß die Vorräte an Erdöl und Erdgas nur noch für wenige Generationen reichen. Wir messen unsere Entscheidungen daran, wie "nachhaltig" sie sind, d.h. sie sollen sich nicht negativ auf das Leben künftiger Generationen auswirken.
- Wir fördern gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wir achten bei Renovierungen, Ausstattung und Reinigung der Räume auf umweltfreundliche Materialien. Kirchliche Gebäude und Grundstücke bieten Lebensmöglichkeiten für Pflanzen und Tiere.
- Wir verbinden Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander. Wir suchen nach Konzepten und Modellen, Umweltschutz wirtschaftlich zu gestalten. Sparsame Nutzung von Rohstoffen und Energieträgern mit wirtschaftlich vertretbarer neuer Technik schont die Umwelt und spart Kosten. Bei langfristig wirkenden Entscheidungen berücksichtigen wir die voraussehbare Entwicklung der Energiekosten sowie die Kosten, welche aus Umweltschäden resultieren.
- Wir suchen bei unseren Vorhaben diejenigen Wege, welche die Umwelt am wenigsten belasten. Wir halten die Umweltrechtsvorschriften ein. Wir vereinbaren ein Umweltprogramm und betreiben ein Umweltmanagement, für welches Verantwortliche benannt werden. Wir erheben regelmäßig unsere Ökobilanz und bewerten unsere direkten und indirekten Umweltauswirkungen. Wir überprüfen regelmäßig unsere Ergebnisse und aktualisieren das Umweltmanagementsystem.
- Wir behandeln Schöpfungsverantwortung und Umwelterziehung in der Verkündigung und in unseren Kreisen und Gruppen. Wir erarbeiten gemeinsam mit LeiterInnen von Gruppen einen verantwortlichen Umgang mit Energie und Ressourcen (bei Heizung, Wasser, Lebensmitteln, Papier und Entsorgung...) Wir vermitteln unsere Anliegen auch den Mietern unserer Gebäude, den Gruppenmitgliedern und Besuchern unserer Veranstaltungen.
- Wir fördern die Umsetzung dieser Leitlinien durch Einholung qualifizierter Beratung. Wir nehmen teil am Öko-Audit und nehmen damit die Chance des landeskirchlich initiierten Projekts wahr. Wir streben nach dem "grünen Gockel" = Zertifizierung durch die Landeskirche.
- Wir tauschen Erfahrungen mit anderen Stellen und Einrichtungen aus. Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten ökologischen Lerngemeinschaft.
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