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10.04.2017

MUSIK IM GOTTESDIENST - „Andacht zur Todesstunde Jesu“

Am Karfreitag,14. April 2017, erklingt in der Andacht zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr in der Stiftskirche Tübingen die Johannespassion von Heinrich Schütz (1585-1672), die dieser 1665, 80jährig für die liturgische Praxis am Dresdner Hof komponierte. Allüberall schwiegen an Karfreitag die Instrumente, auch die Orgel. So vertonte Schütz – in Anlehnung an ältere Modelle – in einem eigenen ‚Choralton’ die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelisten Johannes a cappella, mit verteilten Rollen: es ergibt sich eine spannungsgeladene Dramatik mit den knapp – prägnant gestalteten Chören, die die Volksmenge darstellen und den einstimmigen Partien des Evangelisten (Hanns-Friedrich Kunz), den Partien des Jesus (Lucian Eller), Judas und Pilatus (Kalus Haas). Es singt die Kantorei der Stiftskirche unter Leitung von Ingo Bredenbach. In dieser „Andacht zur Todesstunde Jesu“ (Liturgie: Dekanin Elisabeth Hege) werden letztmalig die Altartafeln der Grauen Passion von Hans Holbein dem Älteren (* um 1465 in Augsburg; † um 1524 in Basel) projiziert werden.
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