Aktuelles

16.04.2017

MOTETTE - „Collegium Vocale Luzern“

Am Samstag, den 22. April 2017, um 20 Uhr in der Stiftskirche Tübingen ist das „Collegium Vocale Luzern“ unter der Leitung von Ulrike Grosch, Professorin für Chorleitung an der Musikhochschule Luzern zu Gast in der Motette. Unter dem Thema „L’amour et la mort“ erklingen Werke von Johann Sebastian Bach (Motette „Komm, Jesu, komm“), Francis Poulenc („Quatre motets pour un temps de pénitence“), Olivier Messiaen („Cinc rechants pour 12 voix mixtes a cappella“, 1948) und Heitor Villa- Lobos.

Das Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern ging 2005 aus einem Interpretationsworkshop mit Ton Koopman hervor. Beheimatet an der Luzerner Franziskanerkirche, setzt sich das von Ulrike Grosch geleitete Ensemble vorwiegend aus Studierenden der Schweizer Musikhochschulen zusammen. Bei den Konzerten erhalten seine Mitglieder immer wieder die Gelegenheit, auch Solopartien zu übernehmen, als künstlerisch-praktische Ergänzung ihrer Hochschulausbildung. Das Collegium profiliert sich mit anspruchsvollen und dramaturgisch ambitionierten Konzertprogrammen, bei denen a-cappella- Werke der klassischen Moderne in ein Wechselspiel mit anderen Epochen treten. Hinzu kommen thematisch angelegte Projekte etwa mit englischer Chormusik (2013) oder mit Werken aus der Zeit um 1950 von Villa-Lobos, Daniel-Lesur und Petrassi (2016). Mit Monteverdis Marienvesper sowie Kompositionen von Bach und Schütz profilierten sich die Sängerinnen und Sänger auch im Bereich der Alten Musik. Einladungen führten das Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern zur Chorbiennale Aachen (2011), zum Kirchenmusikfestival Oslo (2014) sowie zu den Internationalen Chormusiktagen Berlin (2014). 2017 war das Ensemble erstmalig eingeladen, ein a cappella-Konzert im Rahmen des Lucerne Festival zu singen.

Ulrike Grosch ist Gründerin und musikalische Leiterin des Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern. Sie studierte zunächst Schulmusik in Frankfurt am Main und anschliessend Chorleitung bei Uwe Gronostay in Berlin. Seither war sie u. a. für den Rundfunkchor Berlin, den Niederländischen Rundfunkchor und für den Philharmonischen Chor Berlin tätig, mit dem sie 1997 in der Berliner Philharmonie debutierte. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie zudem mit Ton Koopman, für dessen Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten sie den Amsterdam Baroque Choir einstudierte. Ulrike Grosch koppelt ihre künstlerische mit der pädagogischen Arbeit: Nach einer Dozentur an der Universität der Künste in Berlin folgte sie 2003 einem Ruf an die Hochschule Luzern – Musik und übernahm dort als Professorin eine Klasse für Chorleitung. Überdies ist sie Chorleiterin an der Luzerner Franziskanerkirche und gestaltet sowohl das chormusikalische Leben der Pfarrei als auch gesamtstädtische Musikprojekte mit überregionaler Ausstrahlung. Wiederholt dirigierte sie Konzerte innerhalb des Lucerne Festival. Ihr Repertoire erstreckt sich von der Alten Musik bis zur Chormusik des 20. Jahrhunderts.


« zurück