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30.12.2017

MOTETTE - "Wie schön leuchtet der Morgenstern"

In der ersten Motette im neuen Jahr, am Epiphanias-Samstag, 6. Januar 2018 um 20 Uhr musizieren in der Stiftskirche der Barockgeiger Bernhard Moosbauer (Kirchheim/Teck) und der Cembalist und Erste Organist der Stiftskirche, Jens Wollenschläger, Barockmusik zu Weihnachten und Epiphanias. Im Mittelpunkt steht der Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) und seine Sonaten zum Weihnachtsfestkreis (Rosenkranzsonaten und Pastorella) für Violine und Basso continuo.

Bibers Violinsonaten aus diesem Zyklus sind für eine Violine in Skordatur komponiert, also für ein Instrument, dessen Saiten in anderen Intervallen als Quinten gestimmt sind. Da jede Sonate ihre eigene Stimmung benötigt, muss der Geiger gleich mehrere Instrumente mitbringen, damit die Stimmung hält und er nicht zwischen den Sonaten seine Geige umstimmen muss. Auch das Cembalo hält eine historische Stimmung bereit – die sogenannte mitteltönige Temperatur –, damit die Musik durch die reinen Terzen ihre volle Schönheit entfalten kann.
Bibers Violinsonaten werden Vertonungen des Epiphanias-Chorals „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (Philipp Nicolai) für Orgel von Dieterich Buxtehude (1637-1707) und Samuel Scheidt (1587-1654) zur Seite gestellt. Was diesen Choral mit Tübingen verbindet, dazu kann in diversen Stadt- und Kirchenführern recherchiert – oder aber gleich der Erste Organist der Stiftskirche befragt werden.

Der Eintritt ist wie immer frei.


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