Der Taufstein

Der Taufstein der Stiftskirche trägt die Jahreszahl 1495. Außerdem sehen wir das Wappen der Familie Breuning, der Stifterfamilie. Ursprünglich stand der Taufstein wohl in der südwestlichen Vorhalle, die weitere Hinweise auf Stiftungen der Familie Breuning enthält. Nach der Reformation befand er sich mittig vor dem Altar, bis er in der Renovierung von 1962/64 an seinen jetzigen Platz erhielt. Seine Form erinnert an einen Kelch, seine für Taufsteine üblichen acht Ecken sind ein Zeichen der Vollkommenheit.

 

Das noch heute benutzte Taufgeschirr stiftete im Jahre 1610 ein reicher Bürger auf dem Sterbebett, als er "zugleich mit Weib und Kind" an einer Epidemie starb, der damals ein großer Teil der Tübinger Bevölkerung zum Opfer fiel.