Der Lettner

Lettner dienten in der Zeit vor der Reformation dazu, den Klerikerraum einer Kirche vom Laienraum zu trennen. Mit der Reformation ist diese Trennung aufgehoben worden – alle Getauften sind Priester. In vielen Kirchen wurde daher ganz folgerichtig die Lettner abgerissen, um den Laien der Zugang zum Chor zu ermöglichen. In der Stiftskirche wurde der Chor, seiner Funktion beraubt, allerdings zur Fürstengrablege umgestaltet. Erfreulicherweise beschloss man, den nun eigentlich nicht mehr notwendigen Lettner stehen zu lassen.

Zur ursprünglichen Ausstattung des Lettners gehören die Figuren von Sebastian, Mater Dolorosa und Schmerzensmann. Die leichtbekleidete Figut rechts außen wurde Ende des 16. Jahrhunderts ergänzt. Ihre Bedeutung ist nicht ganz klar, sie soll wohl Fides, also den Glauben darstellen.