Umweltaudit

Die Stiftskirchengemeinde Tübingen darf sich glücklich schätzen ein Umwelt-Audit in der Gemeinde zu haben, das sich um umweltpolitische Themen kümmert und dafür Ansprechpartner ist, auch zur Koordination und Einhaltung des "Grünen Gockels".

Um den verantwortlichen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde nachhaltig zu gewährleisten und so den weiteren Erhalt von Gottes Schöpfung zu fördern, beschloss der Stiftskirchengemeinderat erstmals am 13. Juni 2002 Umweltleitlinien der Stiftskirchengemeinde. Folgende aktualisierte Fassung wurde am 18. September 2009 durch Beschluss bekräftigt:

  • add 1. Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken. Dies verpflichtet uns zum Einsatz für den Erhalt seiner Schöpfung.

    Wir betrachten den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe. Im Rahmen unserer kirchlichen Arbeit verpflichten wir uns, zu einer stetigen Verbesserung des Umweltschutzes beizutragen.

  • add 2. Wir treffen Entscheidungen in Solidarität mit anderen Regionen der Welt.

    Wir gehen in unserer Kirchengemeinde mit den Rohstoffen dieser Erde so um, dass unsere Lebensqualität nicht auf Kosten von Menschen in anderen Regionen der Einen Welt geht. Wir lernen von Erfahrungen der weltweiten Ökumene lernen und nehmen umweltfreundliche Techniken auf.

  • add 3. Wir tragen unserer Verantwortung für die künftigen Generationen Rechnung, indem wir Nachhaltigkeit zum Entscheidungskriterium unseres Handelns machen.

    Wir nehmen den Impuls der Agenda 21 (Rio de Janeiro, 1992) mit ihren ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen auf. Wir tragen aktiv bei zur Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau, auf dem eine gefährliche, menschenverursachte Störung des Klimasystems verhindert wird. Wir berücksichtigen die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme. Wir tragen der Tatsache Rechnung, daß die Vorräte an Erdöl und Erdgas nur noch für wenige Generationen reichen und streben die Umstellung unseres Energieverbrauchs auf regenerative, CO²-neutrale Energiequellen an.

  • add 4. Wir achten bei der Auswahl von Lieferanten, Dienstleistern und Produkten auf ökologische und soziale Qualität.

    Bei der Vergabe von Aufträgen fragen wir nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach dem Unternehmensleitbild und –profil der anbietenden Firmen und Hersteller im Blick auf Nachhaltigkeit, fairen Handel, faire Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung.

  • add 5. Wir fördern gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen.

    Wir achten bei Renovierungen, Ausstattung und Reinigung der Räume auf umweltfreundliche Materialien. Kirchliche Gebäude und Grundstücke bieten Lebensmöglichkeiten für Pflanzen und Tiere.

  • add 6. Wir verbinden Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander.

    Wir suchen nach Konzepten und Modellen, Umweltschutz wirtschaftlich zu gestalten. Sparsame Nutzung von Rohstoffen und Energieträgern mit wirtschaftlich vertretbarer neuer Technik schont die Umwelt und spart Kosten. Bei langfristig wirkenden Entscheidungen berücksichtigen wir die voraussehbare Entwicklung der Energiekosten sowie die Kosten, welche aus Umweltschäden resultieren.

  • add 7. Wir suchen bei unseren Vorhaben diejenigen Wege, welche die Umwelt am wenigsten belasten.

    Wir halten die Umweltrechtsvorschriften ein. Wir vereinbaren ein Umweltprogramm und betreiben ein Umweltmanagement, für welches Verantwortliche benannt werden. Wir erheben regelmäßig unsere Ökobilanz und bewerten unsere direkten und indirekten Umweltauswirkungen. Wir überprüfen regelmäßig unsere Ergebnisse und aktualisieren das Umweltmanagementsystem.

  • add 8. Wir behandeln Schöpfungsverantwortung und Umwelterziehung in der Verkündigung und in unseren Kreisen und Gruppen.

    Wir erarbeiten gemeinsam mit LeiterInnen von Gruppen einen verantwortlichen Umgang mit Energie und Ressourcen (bei Heizung, Wasser, Lebensmitteln, Papier und Entsorgung…) Wir vermitteln unsere Anliegen auch den Mietern unserer Gebäude, den Gruppenmitgliedern und Besuchern unserer Veranstaltungen und machen Umweltfragen zum Thema unserer Erwachsenenbildung.

  • add 9. Wir fördern die Umsetzung dieser Leitlinien durch Einholung qualifizierter Beratung und tauschen Erfahrungen mit anderen Stellen und Einrichtungen aus.

    Wir nehmen teil am Öko-Audit der Evangelischen Landeskirche und sind mit dem „Grünen Gockel“ zertifiziert. Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten ökologischen Lerngemeinschaft.

 
 
Susanne Wolf

Pfarrerin
Stiftskirche Ost (Geschäftsführung)
Neckarhalde 27
72070 Tübingen
Telefon: 07071/79525420
Fax: 07071/79525452
susanne.wolfdontospamme@gowaway.elkw.de