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11.05.2018

Kantatengottesdienst an Pfingsten

Am Pfingstsonntag, dem 20. Mai findet um 11 Uhr ein Kantatengottesdienst in der Stiftskirche statt. Zur Aufführung gelangt die Kantate „Erwünschtes Freudenlicht“ BWV 184 für Sopran, Alt, Tenor, Bass, zwei Traversflöten, Streicher und Basso continuo von Johann Sebastian Bach.


Bach konzipierte die Kantate höchstwahrscheinlich für den – damals noch vorhandenen – 3. Pfingsttag 1724 in Leipzig. Im Zentrum steht aus textlicher Sicht das Thema des Guten Hirten, das damals für diesen Festtag vorgesehen war.
Auffällig ist die Machart der Kantate, die statt mit einem traditionellen Eingangschor mit einem umfangreichen Rezitativ beginnt, dafür aber gleich zwei Schlusschöre aufweist: einen Choral sowie einen attacca folgenden tänzerischen Schlusschor in Form einer Gavotte, welchen Bach später seiner weltlichen Kantate „Herkules am Scheidewege“ einverleibte.
Ungewöhnlich an der Besetzung zum diesjährigen Pfingstfest ist die Tatsache, dass sämtliche Vokal- und Instrumentalparts einfach besetzt sind; es werden also auch die Chöre von vier Solisten gesungen, was der Charakter der Sätze auch nahelegt. So weist der Schlusschor in seinem Mittelteil ein längeres Duett zwischen Sopran und Bass auf und der Choral liegt so hoch, dass so mancher Chor seine Mühe damit hätte.
Die an diesem Gottesdienst Beteiligten sind Dekanin Elisabeth Hege (Liturgie), Cornelia Fahrion (Sopran), Sarah-Lena Eitrich (Alt), Stephan Frieß (Tenor), Thomas Herberich (Bass) sowie das GeorgsConsort an der Stiftskirche (Barockensemble) unter der Leitung von Jens Wollenschläger.


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