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12.06.2018

MOTETTE - Bach: „Goldberg-Variationen“

In der nächsten Motette am Samstag, den 16.6.2018 um 20 Uhr wird Ingo Bredenbach in der vorletzten Station „BACH: DAS ORGELWERK - Auf dem Weg zum Bach-Fest 2018“ die „Goldberg-Variationen“ (4. Theil der Clavier-Übung) spielen. Um 19:15 Uhr wird es eine Werkeinführung durch Dr. Christina Richter-Ibáñez auf der Orgelempore der Stiftskirche geben. Der Eintritt zur Werkeinführung und zur MOTETTE ist frei!

Nach dem Bericht des ersten Bach-Biographen, Johann Nikolaus Forkel, schrieb Bach die „Goldberg-Variationen“ auf Anregung und Bestellung des Grafen Hermann Carl von Keyserlingk, seit 1733 russischer Gesandter in Dresden und wohl Fürsprecher für die Verleihung des Titels „Königlich Pohlnischer und Churfürstlich Sächsischer Hofcompositeur“ an Bach 1736. Keyserlingks Cembalist, Johann Gottlieb Goldberg (1727-1756), einer der fähigsten Schüler Bachs, hatte ihm in Zeiten der Schlaflosigkeit vorzuspielen. Den Variationen liegt als Thema eine Aria aus dem „Klavierbüchlein der Anna Magdalena Bach“ zugrunde. Bei den Variationen handelt es sich nicht um „Melodie-Variationen“, vielmehr bildet das Bassfundament der 32taktigen Aria das eigentliche Thema.
Die 30 Variationen sind nach einem genialen Plan angelegt: jede 3.Variation ist als Kanon zweier Stimmen über diesem Bassfundament angelegt, je mit wachsendem Einsatzintervall der beiden Kanonstimmen (Kanon in der Prime, in der Sekunde, bis zur None).


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