Aktuelles

08.02.2019

MUSIK IM GOTTESDIENST - Doppelte Einführung

Im 10-Uhr-Gottesdienst am Sonntag, den 17.2.2019 in der Stiftskirche Tübingen wird zum einen Prof. Dr. Volker Leppin in sein Amt als Frühprediger der Stiftskirche eingeführt werden. Zum anderen wird der Liederschatz für den Gottesdienst durch ein neues Gesangbuch eingeführt werden. Mit „Wo wir Dich loben +“ liegt nun eine Sammlung bewährter neuer Lieder vor, von denen einige von der Kantorei der Stiftskirche und der Gemeinde unter Leitung von Kantor Ingo Bredenbach ausprobiert werden. Dazu singt die Kantorei die Motette „Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes“ von Heinrich Schütz und „Wer bis an das Ende beharrt“ aus dem ‚Elias‘ von Felix Mendelssohn.

Das Evangelische Gesangbuch (EG), 1996 eingeführt, ist ein Kosmos der Glaubenserfahrungen vieler Generationen vor uns, die uns noch heute treffen und betreffen (können). Die Choräle und Lieder haben somit oft Jahrhunderte nach ihrer Entstehung Bedeutung für einzelne und die Gemeinde haben und wirken so verbindend: heutzutage untereinander, aber auch verbindend mit unseren Vorfahren.
Aber auch heute noch entstehen, gar wachsen neue Lieder! So ist es nur konsequent, 2018, 22 Jahre nach Einführung des EGs, wieder einmal verschiedene Singtraditionen in einem „Beiheft“ zu bündeln: „Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder +“ mit 224 Liedern zum Erproben. Das Liederbuch eröffnet den Gemeinden eine vielfältige theologische und musikalische Sprache des Glaubens unserer Zeit. 1963 schrieb G. Hegele anlässlich der Veröffentlichung des ‚Danke‘-Liedes (EG 334): „Es soll niemand durch diese Lieder geködert werden, es noch einmal mit der Kirche zu versuchen. Es geht den Autoren darum, mit musikalischen Stilelementen ihrer Zeit christlichen Glauben auszudrücken. Sie meinen, daß das musikalische Material des Jazz und der heutigen Unterhaltungsmusik auch nicht schlechter sei als etwa das des 16.Jahrhunderts. [...] Deshalb möchte das Liedblatt helfen, daß Erfahrungen gesammelt werden, um herauszufinden, wie es weiter gehen soll.“


« zurück