Aktuelles

15.09.2020

MOTETTE - Sonaten für Violine & Cembalo

In der nächsten MOTETTE am Samstag, den 19.9.2020 um 20 Uhr in der Stiftskirche Tübingen werden Magdalene Kautter (Violine) und Ralf Waldner (Cembalo) unter dem Motto „Ich will den Herren loben allezeit“ Sonaten von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach musizieren. Der Eintritt zur Motette ist wie immer frei!

Die Sonaten für Violine und obligates Cembalo zeugen von der virtuosen und ideenreichen Setzart, die Johann Sebastian Bach und sein zweitältester Sohn Carl Philipp Emanuel Bach für beide Instrumente an den Tag legen. Carl Philipp sagt selbst über die Violinsonaten seines Vaters: „Sie (...) klingen noch jetzt sehr gut, und machen mir viel Vergnu?gen, ohngeacht sie u?ber 50 Jahre alt sind. Es sind einige Adagii darin, die man heut zu Tage nicht sangbarer setzten kann.“ Stilistisch völlig verschieden zeigen die Sonaten Johann Sebastian Bachs den barocken Geist an rhetorischen Figuren und Affekten auf, während Carl Philipps Sonate in c-moll kompositorisch ähnlich angelegt ist, aber eine gekonnte Mischung aus galanter Musizierfreude, Empfindsamkeit sowie Sturm und Drang enthält.
Das Cembalo übernimmt bei allen Sonaten nicht nur die Rolle der Begleitung (Basso continuo), sondern fügt sich auch solistisch in das Geschehen mit ein und führt mit der Violine zusammen einen wunderbaren, gleichberechtigten Dialog. Der individuelle Geist Carl Philipp Emanuel Bachs kommt sehr deutlich in seiner Sammlung von Clavierwerken für „Kenner und Liebhaber“ zum Ausdruck, die in sechs Sammlungen Ende des 18. Jahrhunderts veröffentlicht wurden. Das Rondo in G-Dur entstammt der dritten Sammlung und besticht durch seine launigen und humorvollen Einfälle.


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